Dienstag, 17. März 2026
Brandschutz bei technischen Textilien
Welche Normen gelten und warum die richtige Materialwahl entscheidend ist.

Dienstag, 17. März 2026
Welche Normen gelten und warum die richtige Materialwahl entscheidend ist.
Die Anforderungen an den Brandschutz von Materialien unterscheiden sich je nach Einsatzbereich deutlich. Während im Bauwesen umfangreiche Brandschutzklassifikationen gelten, werden im Bereich der Lastwagenplanen oder in industriellen Planenanwendungen andere Prüfverfahren verwendet.
Im Fahrzeug- und Industriebereich werden Planenmaterialien häufig nach Normen wie DIN 75200 oder ISO 3795 geprüft. Diese Verfahren messen, wie schnell ein Material unter definierten Bedingungen brennt. Sie werden vor allem für Materialien im Fahrzeuginnenraum oder in technischen Anlagen eingesetzt.
Im Bauwesen erfolgt die Bewertung dagegen meist nach der europäischen Klassifikation EN 13501-1. Diese Norm beschreibt das Brandverhalten von Bauprodukten anhand von drei Kriterien:
– Beitrag zum Brand
– Rauchentwicklung
– brennendes Abtropfen
Viele der von uns eingesetzten technischen Gewebe und Membranmaterialien sind beispielsweise als B-s2,d0 klassifiziert. Gemäss den Schweizer VKF-Brandschutzrichtlinien entspricht diese Klassifikation der Brandverhaltensgruppe RF2.
Solche Materialien werden unter anderem eingesetzt bei:
– Zelt-, und Hallenkonstruktionen
– Membrandächern
– Textilen Fassaden
– Beschattungssystemen (Sonnensegel, Carport, usw.)
Wir verwenden diese klassifizierten Materialien jedoch nicht nur dort, wo sie ausdrücklich vorgeschrieben sind. Für uns gehört es zum eigenen Qualitätsverständnis, Materialien einzusetzen, deren Eigenschaften geprüft und nachvollziehbar dokumentiert sind.
Für uns bedeutet Verantwortung, bereits bei der Materialauswahl sicherzustellen, dass die eingesetzten Produkte für ihre jeweilige Anwendung geeignet sind und über entsprechende Prüfgrundlagen verfügen.
Denn egal ob Fahrzeugplanen, industrielle Planenlösungen oder bei architektonischen Membranstrukturen:
Brandschutz beginnt mit der richtigen Materialentscheidung.